Zbigniew Feliszewski

Kurzvita

Feliszewski, Zbigniew, dr hab. Literaturwissenschaftler am Germanistischen Institut der Schlesischen Universität Katowice.

 

Forschungsschwerpunkte

Spannungsfeld von Film und Literatur, deutschsprachiges Gegenwartsdrama, Literatur in der Konsumtheorie.

 

Letzte Publikationen

  • Wokół Bertolta Brechta. Studia i szkice. Red. Grażyna Barbara Szewczyk, Zbigniew Feliszewski, Marta Jadwiga Bąkiewicz. Kraków: TAiWPN Universitas 2016.
  • Na rozdrożach literatury. Wokół badań komparatystycznych nad literaturą i kulturą niemieckojęzyczną. Red. Renata Dampc-Jarosz, Zbigniew Feliszewski. Katowice: Biblioteka Śląska 2016.
  • „Wyścig na wstędze Möbiusa”. Dramaty Franza Xavera Kroetza w teorii konsumpcji. Kraków: TAiWPN Universitas 2014.

 

Vortrag

Engagement und Tendenz. F.X. Kroetz’ Dramatik nach 1990

Der folgende Beitrag will die ästhetischen Veränderungen im Schaffen von Franz Xaver Kroetz nach der Wende im Hinblick auf die Nachhaltigkeit seiner Wirksamkeit zeigen. Mit der Enttäuschung über das Ausbleiben eines handlungsfähigen Volkes, an das das neue Volksstück gerichtet war, ging die Distanz der Autoren gegenüber jener Größe einher, die sie in ihrem Schaffen anzusprechen versuchten, ausdrücklich in dem 1985 schnöde formulierten Satz von F.X. Kroetz „Mich hat niemals das Volk interessiert! (…) Ich habe mein Leben lang nur von mir geschrieben“. Wenn aber Jürgen Schröder den Volksstücken attestiert, sie würden „weitaus mehr deren (ihrer Autoren- Z.F.) eigenes soziales und politisches Psychodrama als das Volk selbst“ inszenieren, muss der engagierte Charakter dieser Literatur nicht unbedingt aus dem Sichtfeld verschwinden, wenn auch die Effizienz solcher Versuche viel zu wünschen übrig lässt. Die von Stefan Neuhaus im Gespräch mit Rolf Selbmann und Thorsten Unger formulierte Frage: ist die Literatur nur dann wirklich engagiert, wenn ihre Wirkung gesichert oder nachweisbar ist, oder reicht hierzu nur die Wirkungsabsicht 1, bleibt auch hier aktuell. Nach der Wende hat Kroetz sein Ziel nicht aufgegeben, die Emanzipationsprozesse im „Volk“ einzuleiten.  Mit dem Beitrag wird versucht, die Frage nach der passenden Form und ihrer Wirksamkeit der Stücke von Kroetz nach 1990 zu beantworten.

 

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1 Vgl. Stefan Neuhaus, Rolf Selbmann, Thorsten Unger (Hgg.): Engagierte Literatur zwischen den Weltkriegen. Würzburg 2002, S. 11.