Julia Lind


Kurzvita

Julia Lind M.A. arbeitet seit 2016 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Film-,

Theater- und empirische Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

2017 schloss sie Ihre Promotion zu dem Thema „Alfred Matusche und Lothar Trolle –

Grenzgänger des DDR-Theaters“ (Betreuer: Prof. Dr. Friedemann Kreuder) mit Auszeichnung

ab. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Inszenierung von Geschichte, Theater der DDR und

dramatische Literatur. Ihr Magisterstudium der Theaterwissenschaft und der deutschen

Philologie absolvierte sie von 2006 bis 2011 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

und der Universität Wien.  

 

 

Vortrag

Spuren des Klassenkampfes? – Das politische Engagement des Dramatikers Dirk Lauke 

Mit dem Dramatiker Dirk Lauke widmet sich der Beitrag einem ostdeutschen Autor, der sich seit

Beginn seiner schriftstellerischen Tätigkeit politisch engagiert und sich mit der Situation der

Ausgegrenzten und Schwachen einer Gesellschaft auseinandersetzt. Bereits sein erster Theatertext

„Hier geblieben“ (2004), den er im Kollektiv mit Reyna Bruns und Magdalena Grazewicz verfasste,

greift in gesellschaftliche Wirklichkeit ein, indem er einen aktuellen Fall einer Abschiebung einer

Jugendlichen dramatisiert. Am Beispiel ausgewählter Texte und Theaterproduktionen der letzten

Jahre soll das Engagement des Autors in der Gegenwartsdramatik verortet und dessen sprachliche

Strategien der Wirklichkeitsdarstellung aufgezeigt werden. Unter der leitenden Fragestellung

„Spuren des Klassenkampfes?“ möchte ich dabei diskutieren, inwiefern dieses politische Engagement 

literarische Traditionen der sozialistischen Literatur aufgreift,  bzw. wie sich der Autor innerhalb der

Traditionslinie des politischen Theaters situiert.