Carola Hilmes

Kurzvita

Carola Hilmes

Prof. Dr. phil. habil., außerplanmäßige Professorin an der Goethe-Universität Frankfurt/Main und Visiting Professor am German Department der University of Malta, Publikationen zur Genderforschung, zu Theorie und Geschichte der Autobiographie, zur Reiseliteratur und zur deutschsprachiger Gegenwartsliteratur. Auswahl: Das inventarische und das inventorische Ich: Grenzfälle des Autobiographischen (Heidelberg 2000); Skandalgeschichten. Aspekte einer Frauenliteraturgeschichte (Königstein/Ts. 2004); Projektionen – Imaginationen – Erfahrungen. Indienbilder der europäischen Literatur (hg. gemeinsam mit Winfried Eckel u. Werner Nell, Remscheid 2008); Staging EXPORT – VALIE zu Ehren (hg. gemeinsam mit Margarete Lamb-Faffelberger. New York u.a. 2010), Christa Wolf-Handbuch. Leben, Werk, Wirkung (hg. gemeinsam mit Ilse Nagelschmidt, Stuttgart 2016).

 

Vortrag

„Adornos Begriff des Engagements auf dem Prüfstand“

In seinen Noten zur Literatur – meist Rundfunkvorträge und Beiträge für Zeitschriften aus den 1950er- und 1960er Jahren – entfaltet Theodor W. Adorno wichtige Aspekte seiner Ästhetischen Theorie. Die antisystematische Form des Essays ist programmatisch für sein konstellatives Denken, in dem Kultur- und Gesellschaftskritik wechselseitig aufeinander bezogen sind. In einem seiner späteren Essays – Die Kunst und die Künste – öffnet Adorno selbst sein strenges Konzept autonomer Kunst; dadurch gewinnt seine Ästhetik neuerlich Aktualität. Das soll überprüft werden an „Der mit den Bildern tanzt. Filme & Dialoge“ (2017) von/mit Alexander Kluge und Anselm Kiefer.